Helfen Sie Kifafa mit Ihrem Einkauf bei Amazon

Dank Ihrer Hilfe konnte Amazon im Jahr 2016 insgesamt 1827 Euro an Kifafa überweisen. 

Mehr Info >>


Spendenbarometer 2017

 

 

Medikamenten- programm

6000

3655

Essens- programm

4800  

3674

Nach oben


Reisetagebuch 2017

5. Reisebericht aus Nairobi - 3. Februar 2017

Heute Abend geht es wieder zurück nach Deutschland. Vier Wochen sind vergangenen, seit wir Anfang Januar in Kenia eingeflogen sind. Das Wetter sommerlich bei 29 Grad. Bei dem Gedanken an die Temperaturen in Deutschland beginnt es uns doch zu frösteln.

Es war eine ereignisreiche Zeit, geprägt von vielen Begegnungen, Erlebnissen und auch die eine oder andere Ernüchterung.

Wir konnten fast alle Patenkinder sehen. Viele von ihnen sind mittlerweile fast erwachsen und stehen kurz vor dem Schul - oder Ausbildungssabschluss. In diesem Jahr konnten wir viele verabschieden. Alle können sich nun um eine Arbeitsstelle bewerben. Die eine oder andere hat bereits eine Zusage. Das ist doch sehr schön. Mit dem Geld, dass sie nun verdienen werden, unterstützen sie nun ihre Geschwister, in dem sie die Schulgebuehren bezahlen.

Gerade in Nairobi konnten wir etliche Patenkinder aus unser Unterstützung entlassen. Das ist auch für uns als Verein sehr hilfreich, müssen wir doch nun nicht mehr in die Epilepsieambulanzen fahren. Die Verweildauer in Nairobi wird dadurch verkürzt und wir werden mehr Zeit im Waisenhaus in Kendu Bay verbringen können. Unser Ziel ist, uns mit unserer Hilfe auf den kleinen Fischerort am Lake Victoria zu zentrieren.

Kendu Bay war wie ganz Kenia von einer langanhaltenden Trockenzeit betroffen. Erst vor einigen Tagen setzte der Regen ein. Doch es wird weitere Wochen vergehen, bis wieder etwas auf den Feldern geerntet werden kann.

28 Mädchen leben im Waisenhaus. 8 davon sind nun auf der Highschool oder befinden sich im College, um eine Ausbildung zu machen. Nur in den Ferien werden sie noch im Waisenhaus wohnen. Doch da sind auch Mädchen, die nicht eine Ausbildung machen können. So z. B. Everlyn, die die primaryschool beendet hat und mit ihren Schulergebnissen, ihrer Epilepsie  keine Ausbildung beginnen kann. Sie macht nun ein Praktikum im Waisenhaus, lernt bei der Köchin, dem Gärtner alle notwendigen lebenpraktischen Dinge und wird von einer Schneiderin angelegt.

In diesem Jahr konnten wir alle unsere sonstigen Projekte realisieren können. Die Epilepsieambulanz erhielt einen Pavillon und eine Toilette für die Patienten. Zudem könnten Wartebaenke gekauft werden. Es ist beeindruckend und auch bewegend zu erleben, wie die viele Epilepsiepatienten hier ankommen werden. Manchmal kommen sie von weit her.

Unsere Grundstücke, die wir im vergangenen Jahr gekauft hatten, wurden eingezäunt und mit 100 Bäumen bepflanzt. Auf diesen Grundstücken soll in diesem Jahr Mais, Gemüse und Bananen angepflanzt werden. Ein weiterer Schritt zu mehr Eigenversorgung des Waisenhauses. Darüber sind wir sehr froh.

Der Wechsel in der Waisenhausleitung hat stattgefunden. Nun wird Jennifer die Geschicke des Waisenhauses leiten.

In diesem Jahr konnten wir besonders bemerken, wie die Wertschätzung der Gemeinde für unsere Arbeit zunimmt. So wurden wir vom Chief zu sich nach Hause auf eine Soda und Kekse eingeladen. Es ist für alle ein Anliegen, dass Kifafa sich noch mehr in die Gemeinde einfinden kann. Auch der Besuch beim örtlichen Jugendamt war durch gegenseitige Unterstützung geprägt. Administrativ werden wir wohlwollend behandelt. Dafür sagen wir dem children officer zu, dass er Mädchen, die von Zuhause ausreisen, für einige Zeit im Waisenhaus unterbringen kann, bis ihr weiterer Verbleib geklärt werden kann.

Die Zusammenarbeit  mit unseren  Partnerorganisationen hatte sich weiterhin gefestigt. Insbesondere mit unserer NGO in Nairobi wird die Zusammenarbeit professioneller. Die NGO verwaltet während unserer Abwesenheit das Waisenhaus.

Unsere Begleiter-innen aus Deutschland zeigten sich begeistert darüber, ihren Patenkindern und deren Familien zu begegnen. Viele Hausbesuche gaben Einblick in die alltägliche Welt, der dortigen Menschen. Das einfache und doch auch herzliche Leben in Mitten der Natur, die Ausflüge mit Einheimischen, eine Safari, das Leben im Waisenhaus sowie das Eingebundensein in die Arbeit von Kifafa machte ihren Aufenthalt zu einem prägenden und intensiven Erlebnis.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die unsere Reise über unsere Reiseberichte begleitet haben und bei all denjenigen, die ganz spontan eine Spende für einen Sack Mais gemacht haben.

Bedanken möchten wir uns bei Lukas und Paul, die dafür sorgten, dass unsere Berichte bei ihnen ankommen.

Bleiben Sie uns gewogen. Ganz herzliche Grüße aus dem sommerlichen Kenia.

Petra, Elena, Elvira und Joachim

4. Reisebericht aus Kendu Bay, 26 Januar 2017

Es hat immer noch nicht geregnet. Die Menschen, die Tiere und die Natur leiden.

Man hat das Gefühl, dass mit jedem weiteren Tag ohne Regen,  die existenzielle Situation vieler Menschen von hier sich zu spitzt. Viele versuchen ihre dürren Kühe zu verkaufen, in der Hoffnung noch etwas Geld für sie zu erhalten. Sie haben kein Futter mehr für sie. Die Viehpreise stürzen regelrecht ab.

Bereits am frühen Morgen öffnen sich die Tore des Waisenhauses, um die Wasseresel herein zu lassen. Sie bringen morgens und abends Wasser vom Fluss. Mittags ist es zu heiß.

Seit drei Wochen sind wir nun schon in Kenia. Fast alle Patenkinder konnten wir sehen und mit ihnen das vergangene Jahr besprechen und das kommende zu planen. In diesem Jahr sind es noch 130 Kinder und Jugendliche, die wir dadurch unterstützen, in dem wir die Schulgebuehren bezahlen und auch die familiäre Situation finanziell berücksichtigen.

In diesem Jahr werden ca. 20 Kinder aus unserer Hilfe ausscheiden, ca. 10 Kinder werden wir neu aufnehmen.

D konnten insbesondere in Nairobi etliche junge Leute ihre Ausbildung oder ihr Studium am College oder der Universität beenden. Junge Leute, die wir einst als kleine Kinder aufgenommen und z. T.   15 Jahre lang in ihrem Leben begleiteten. Mittlerweile sind viele von ihnen so gut ausgebildet, dass sie ohne Probleme Arbeit finden können, sei es als Betriebswirt, Computerfachmann. Apotheker, Schlosser, Elektriker, Automechaniker oder auch als Schneider, sie haben nun die Möglichkeit ihre Zukunft selbst zu gestalten. Sie haben begonnen ein Netzwerk ehemaliger Patenkinder zu knüpfen, um sich gegenseitig beruflich zu unterstützen.

Vor einer Woche verabschiedeten wir Beatrice Mwelu, unsere bisherige Waisenhausleitung, mit einem schönen Fest. Hope Theatre aus Nairobi war angereist und führte mit den Mädchen begeisternde Tänze auf. Die Kooperation mit Hope Theatre wird immer enger. Seit nun drei Jahren schon erteilen sie den Mädchen des Waisenhauses Unterricht in Trommeln, Tanz, Gesang und Akrobatik. Sie überzeugten alle. Und viele verstanden nun, wie auch therapeutisch wertvoll Hope Theatre für diese Mädchen sind.

Eine Ziege wurde geschlachtet und einige Nachbarn kamen, um am fest teilzunehmen. Der gesamte NGO Vorstand war angereist, doch bis alle zu Wort gekommen waren, war es schon recht heiß geworden. Doch es war ein schöner Tag, nicht nur für Beatrice, die 10 Jahre das Waisenhaus geleitet hat. Ihr Nachfolgerin Jennifer gehört einer jüngeren Generation an. Bereits seit einem Jahr wurde sie eingearbeitet.

Die Mädchen tanzten mit ihren bunten gelb roten Kostümen, und es war begeisternd zu sehen, wie sie aus sich heraus gingen, Spass und Freude an der Bewegung hatten.

Unsere kleine Epilepsieambulanz existiert nun bereits seit drei Jahren. Über 100 epilepsiekranke Patienten kommen, um sich von Dr. Tindi behandeln zu lassen. In diesem Jahr Bauten wir eine extra Toilette und ein Pavillon für die Patienten. Neue Bänke und Stühle könnten wir durch die örtlichen Handwerker anfertigen lassen.

Am Freitag ist wieder Ambulanztag. Zwar ist Dr. Tindi ein guter Arzt, doch noch recht ungeübt darin, sich auch für seine Leistungen bezahlen zu lassen. Ein Euro kostet eine Konsultation. So werden wir ihm am Freitag assistieren, um den Patienten die Notwendigkeit der Bezahlung näher zu bringen. Unter dem Slogan: "your doctor has to stay alive -  pay before you enter" werden wir ihn supervidieren. Schaun wir mal.

Es gibt viele Menschen hier, die HIV positiv sind. Oftmals alleinerziehende Mütter mit ihren kleinen Kindern. Seit einigen Jahren schon unterstützen wir diese Personengruppe. In diesem Jahr könnten wir einer Mutter mit ihren zwei kleinen Kindern ein Zuhause, in einem unserer Kifafa - Häuschen ermöglichen.

Nun dachten wir, das die Mutter sich darüber freuen würde, doch sie war wie paralysiert - sie konnte es nicht begreifen. Sie meinte, dass dies ein Traum sei, der jederzeit zu Ende gehen könnte. Erst allmählich beginnt sie ihre neue Situation zu realisieren. Wir haben ihr Geld, um betten, Matratzen, Geschirr, Moskitonetze, einen Sack Mais und Spaltlampen zu kaufen. Als erstes jedoch konnte sie ihr kleines Kind in das örtliche Krankenhaus bringen, um es gegen Malaria zu behandeln. Jacqueline ist Schneiderin. Um ihr ein Einkommen zu ermöglichen, lassen wir ihre Nähmaschine reparieren. Gemeinsam mit Mama Pamela, die auf dem gleichen Grundstück lebt, kann sie nun, wenn es wieder regnet, die kleine Shamba bestellen.

Begleitete werden wir in diesem Jahr von vier Besucherinnen aus Deutschland. Drei von ihnen nutzen die Möglichkeit ihre Patenkinder kennen zu lernen. Es sind berührende Momente, die für alle ungewohnt sind. Es ist eine andere Art Urlaub zu machen. Neben schönen Ausflügen mit Einheimischen per Motorrad oder zu Fuss, war eine gemeinsame Safari ein Highlight. Beeindruckt zeigen sie sich, wenn wir auf Hausbesuch gehen. Oftmals erschütternd, wie Menschen leben müssen.

Rolf ist Optiker und hat seine Instrumente und etliche Brillen mit gebracht. Kuzer Hand erklären wir ihn zum Eye doctor. Der Andrang ist in kurzer Zeit sehr groß. Vom Rektor der nyaburi school, über unsere Mitarbeiter sowie alten Leuten, alle gehen meistens wieder strahlend nach Hause. " wir können wieder lesen" ist, was wir am meisten zu hören bekommen.

Unser Waisenhaus genießt großes Ansehen. Sicherlich gibt es noch vieles zu berichten. Doch vielleicht haben ja auch Sie einmal das Bedürfnis und die Lust, uns zu begleiten oder auch unter dem Jahr einmal "Urlaub" im Waisenhaus zu machen. Es ist einfach. Sie können per Email Kontakt mit uns aufnehmen. mail@kifafa.de

Es grüßt Sie aus dem immer noch heißen Kendu Bay Rolf, Elvira, Elena, Lore, Petra und Joachim

3. Reisebericht aus Kendu Bay - 19. Januar 2017

Seit November 2016 hat es rund um Kendu Bay nicht mehr geregnet. Die Flüsse sind weitgehend versiegt oder wurden zu schwachen Rinnsalen. Das Land ist knochentrocken, das Gras knisternd braun. Es wächst absolut nichts mehr auf den Feldern. Alleine einige Mangos, Papaya und Bananen hängen an Baum und Strauch. Wer bisher Regenwasser in Wassertanks auffangen konnte, konnte sich glücklich schätzen. Doch diese sind mittlerweile auch weit gehend leer - die Menschen machen sich auf den Weg zum Fluss, um dort in Plastikkanistern das schmutzige Wasser zu holen. Zwar wird das zu Hause abgekocht, doch nehmen Typhuserkrankungen zu.

Die Menschen hungern. Seit Monaten konnten sie nichts mehr anbauen und ernten.

So viele Maissaecke, wie in diesem Jahr, mussten wir noch nie für unsere Familien kaufen. Ein Sack Mais reicht für zwei Monate; vielleicht genügend, um über die Trockenheit hinweg zu kommen.

Jeden Tag sitzen Großmütter und andere Hilfesuchende vor dem Tor und bitten um Hilfe. Eine schwer zu ertragende Situation. Können wir doch nicht behilflich sein.

Seit vergangenem Jahr explodierten die Preise für Lebensmittel erneut. Ein Sack Mais kostet mittlerweile ca.40 Euro; 2016 bezahlten wir noch ca. 30 Euro.

Auch im Waisenhaus gehen die Wasservorräte zur Neige. Seit einer Woche holen die Transportesel Wasser vom Fluss. Auch wir kaufen mittlerweile das Wasser ein. Noch gibt es etwas Regenwasser in den Wassertanks, doch bald schon werden auch wir das Trinkwasser einkaufen müssen. Das hat es in den vergangenen Jahren noch nie gegeben.

Das Waisenhausgelaende ist äußert trocken, das Gras verbrannt und von den Kühen angewendet. Seit einer Woche werden sie, gegen Bezahlung, auf eine Weide der Nachbarin gebracht.

Während der Winter Deutschland fest im Griff hat, herrschen hier Temperaturen um die 38 Grad.

Wasser ist ein Lebens - Mittel. Dieser Gedanke wird dann wieder zur Erkenntnis, wenn das Wasser nicht mehr selbstverständlich zur Verfügung steht.

Im Februar beginnt die Regenzeit. Die Menschen beten um Regen.

Viele Grüße aus Kendo Bay

Das Kifafa Team

 

 

2. Reisebericht aus Kendu Bay - 15. Januar 2017

Es ist heiss und trocken. Seit November 2016 hat es rund um Kendu Bay nicht mehr geregnet. Das Gras ist braun, trocken und die jungen Bäume lassen ihre Blätter hängen. Nun wird es auch den Kenianern zu warm.  

Sie nehmen Ihre Wollmützen vom Kopf. Die Brunnen im Waisenhaus sind versiegt und die Esel haben den Wassertransport aufgenommen. Sie holen nun das Wasser vom Fluss und bringen es ins Waisenhaus. Wasserverkäufer ist ein Beruf.

Die Wassertanks im Waisenhaus sind nicht mehr alle gefüllt. Von Anfang an gilt die Devise sparsam mit dem kostbaren Gut um zu gehen.

Am Sonntag ging es mit dem Bus von Nairobi nach Kendu Bay. Über zehn Stunden Busfahrt durch eine eindrucksvolle, sich immer wieder veränderte Landschaft. Unsere Besucher, wie auch wir, waren danach äußerst geschafft und müde, doch auch sehr beeindruckt.

Das Waisenhaus präsentiert sich in einem sehr guten Zustand. Fast alle Mädchen sind da. Doch zwei von ihnen liegen wegen Malaria im Krankenhaus. Malaria gehört hier zum Leben. Fünf weitere Mädchen sind bereits auf der Highschool.

Es ist schön wieder hier sein zu können. Es ist ein Leben in Mitten der Natur. Die Wiedersehensfreude ist groß, doch der Abend kurz. Bereits am Montag kamen die ersten Patenkinder von ausserhalb des Waisenhauses. 100 werden in den nächsten zwei Wochen sein, die uns aufsuchen werden. Hier werden wir die Schulgebühren bezahlen, das alte Jahr besprechen und das kommende planen.

Die lang anhaltende Trockenheit nicht nur in der Natur ihre Spuren hinterlassen, sondern auch bei den Menschen. Viele sind noch dürrer geworden. Der Hunger kehrt mit der Dürre in die Hütten ein. Seit drei Monaten können die Menschen nicht mehr ihre Felder bestellen. Viele unserer Patenkinder besuchen mittlerweile die Highschool, das College oder die Universität. Um das komplexe kenianische Schulsystem besser zu verstehen, hat sich David, ein ehemaliges Patenkinder von Kifafa, angeboten, uns zu unterstützen. David ist mittlerweile Lehrer an der Universität in Nairobi. Er begleitete uns fünf Tage mit einem unglaublichen Erfolg. So mancher Student, der versuchte finanziell noch mehr heraus zu schlagen, erlebte eine Ernüchterung. Es setzte eine regelrechte " Fluchtbewegung " ein. Die Patenkinder holten ihre Originalpapiere und korrigierten ihr Kostenvoranschläge.

Doch es zeigte sich auch, wie eine gute gemeinsame Zusammenarbeit funktionieren kann. 

Unterstützung finden wir auch durch unsere Besucher. Sie werden Sekretärinnen, Fotografen und Assistenten. Ansonsten sind alle voller Eindrücke und genießen das Leben im Waisenhaus. Beeindruckend sind dabei auch die vielen Hausbesuche, die wir in diesem Jahr unternehmen. Auf schmalen Fusspfaden fahren sie mit dem AbsenderMotorradtaxi auf Hausbesuch. Hier begegnen sie dem wirklichen kenianischen Landleben.

In diesem Jahr wollen wir auch einige Projekte umsetzen. Si steht ganz oben der Bau einer Toilette für unsere Epilepsieambulanz sowie ein Pavillon. Seit zwei Jahren betreiben wir nun schon diese kleine Ambulanz. Dr. Tindi , ebenfalls ein ehemaliges Patenkind von Kifafa, betreut mittlerweile über 109 Patienten. Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir nun eine eigene Toilette für die Patienten bauen können.

Als weiteres Projekt steht das Einzäunen der Grundstücke hinter unserem Waisenhaus an. Am Montag wird damit begonnen. Hier werden dann Mais, Banane en, Mangos, Papaya, Erdnüsse und Avocado abgebaut. Um wieder mehr Schatten zu erhalten, werden 200 Bäume gepflanzt. Es gibt zu wenig Bäume. Sie werden zu Feuerholz verarbeitet. Das Waisenhaus wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Unsere bisherige Leiterin Beatrice wird nach zehn Jahren aufhören. Sie will in Nairobi eine Anlaufstelle für Straßenkinder aufbauen. Eine lange gemeinsame Zusammenarbeit liegt hinter uns. Eine Nachfolgerin haben wir bereits gefundenen. Jennifer wird nun diese Arbeit übernehmen. Zur Verabschiedung wird Hope Theatre aus Nairobi anreisen. Seit einigen Jahren arbeiten wir mit dieser Truppe bereits zusammen. Sie halten Workshops im Waisenhaus ab. Seit dem sind die Mädchen selbstbewusster und freier geworden.

Wer Hope Theatre life erleben möchte, sollte sich den 9. März in den Kalender schreiben. Da gastieren sie in Kehl in den beruflichen Schulen mit dem Stück African woman. Beginn 19 Uhr . you are welcome.

Wir grüßen euch aus dem nach wie vor heißen Kenia. Petra, Elena,  

Elvira, Lore, Rolf und Joachim

1. Reisebericht aus Nairobi - 6. Januar 2017

Es ist schoen wieder in Kenia zu sein. Sommer, Waerme, 28 Grad, und Wiedersehensfreude.   Zu sechst sind wir in Kenia eingefallen, mit 12 Koffern, was zu etwas Irritationen beim Zoll fuehrte. Doch nach kurzer Diskussion wollten sie nicht alle Koffer geoeffnet haben. 

Zum ersten Mal sind wir ueber  Athiopien Adis Abeba geflogen. Sehr angenehm, nicht nur wegen der Kuerze des Fluges.  Doch kaum in Kenia glandet, da standen auch schon die ersten Patenkinder vor unserem Hotel.  In diesem Jahr sind es  nur noch 12 Kinder, die wir in Nairobi sehen warden.  Und bereits nach zwei Tagen waren alle fast schon da. Mittlerweile sind hier fast alle schon auf der Highschool oder wollen auf das College. Gerade in Fragen des Collegebesuchs erhielten wir grosse Unterstuetzungen durch David und Anderson. Beide sind im Vorstand der NGO in Nairobi und ehemalige Patenkinder von Kifafa.

Nach einem Jahr des Nichtsehens ist die Freude des Wiedersehens entsprechend gross. Es gibt viel zu erzaehlen. 

In diesem Jahr musste Petra nur in die Epilepsieklinik in den Slum Mathare fahren. Doch niemand war dort. Alle hatten sich auf den Weg in unser Hotel gemacht. So warden wir im kommenden Jahr nauch nicht mehr nach Mathare fahren muessen. Eine enorme Erleichterung. 

Bereits am ersten Tag kam eine Grossmutter mit ihrem 14 Jahre alten gehoerlosen Enkel. Begleitet wurden sie von dessen Tante. Mikel kennen wir schon lange. Mittlerweile ist er in die achte Klasse gekommen. Natuerlich will er im naechsten Jahr auf die Highschool. Er verspricht sich anzustrengen. Seine Tante wird ihm dabei behilflich sein, die notwendigen Noten zu erhalten. Die Grossmutter verdient durch die Herstellung vonSeifen das Notwendigste zum Lebensunterhalt . Doch die Herstellung benoetigt viele Chemikalien, was sie immer wieder erkranken laesst. Dann kann sie keine Seifen herstellen, Und dann gibt es auch wenig zu essen. Wir gaben ihr das Startkapital fuer ein kleines Geschaeft. Sie wird nun auf dem Markt Gemuese verkaufen. So bleibt sie gesund und wird immer fuer sich und Mikel genuegend zum essen haben. Sie benoetigte dazu nur etwa 100 Euro, um fuer sich und ihr Enkelkind ein Auskommen zu erhalten. So ist es moistens, den Menschen fehlt das Startkapital fuer ein kleines Geschaeft. 

Morgen werden wir , wie in jedem Jahr, unser Treffen mit unseren Koopertionspartnern im Hotel Sagret abhalten. Hope Theatre Nairobi, KAWE, NGO, the koordinater of the orphanage and Kifafa Deutschland werden sich treffen. Eine Kooperation, die mit jedem Jahr fester und besser wird. 

So, nun will ich mal schluss machen und mich mit den anderen treffen, um den lauen Sommerabend auf der Terasse des Hotels zu treffen.

Am Sonntag wird es dann mit dem Bus nach Kendu Bay gehen. 11 Stunden Bus – ein Erlebnis.

Viele Gruesse aus Kenia, Nairobi 

Kwaheri     Joachim , Petra, Rolf, Elena, Lore, Elvira