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Spendenbarometer 2020

 

 

Medikamenten- programm

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716

Essens- programm

4800  

1240

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Reisetagebuch 2020

5. Reisebericht aus Nairobi

Doch bevor wir uns auf die Heimreise machen konnten, meldeten wir uns zu einem Besuch an der Nyaburi Integrated School von Kendu Bay an. Es ist eine Schule für Behinderte und Nichtbehinderte Schüler mit einem Internatsanschluss. Die Schlafräume bestehen aus bis zu 25 Betten, oftmals nur durch eine kleine Wand voneinander getrennt. Hier schlafen die Kinder. Die Habseligkeiten werden unter dem Bett in einer Metallkiste verschlossen. Kendu Bay ist Malariagebiet. Die Schüler/innen müssen unter einem Moskitonetz schlafen. Doch oftmals ist dies nicht der Fall, da der Schule das nötige Geld dafür fehlt.

Im vergangenen Jahr sammelten wir daher Gelder für Moskitonetze. Die Schulleitung zeigte sich sehr dankbar dafür, dass wir fast 50 Moskitonetze guter Qualität überreichen konnten. Das ist von daher auch wichtig, da die Regierung zwar Chemikalien gegen die Anophelesmücke verspritzen lässt, doch wird diese so verdünnt, dass sie nicht mehr wirksam ist. Der Profit fließt in korrupte Taschen. Unverantwortlich. Doch zurück ins Waisenhaus.

Seit über 6 Jahren schon betreiben wir eine kleine Epilepsieambulanz in unserem Waisenhaus. Leitender Arzt ist unser ehemaliges Patenkind Gordon Tindi. Über 100 Patienten mit Epilepsie nehmen das Angebot wahr. In diesem Jahr wird dann endgültig die Registrierung stattfinden. Offiziell sind wir dann eine anerkannte Epilepsieambulanz. Eines Morgens erleben wir, dass ein „Fremder“ im Waisenhaus Holz hackt.

Schnell stellt sich heraus, dass es der Vater von Mitchell ist – das Mädchen mit der anstehenden Herzoperation. Er ist arbeitslos und hatte sich gedacht, dass er vielleicht etwas behilflich sein könne. Natürlich kann er, insbesondere auch die äußerst ärmlichen Lebensbedingungen in der Familie. Männer ohne Arbeit verfallen schnell dem Alkoholismus. Eine sinnvolle Tagesstruktur kann behilflich sein, dies zu verändern. William wird nun viermal in der Woche zum Arbeiten kommen. Er erhält eine Aufgabe, ein tägliches Mittagessen und einen geringen Lohn, den wir allerdings der Ehefrau ausbezahlen werden.

Sollte er sich als zuverlässig erweisen, so erhält er dann im Juni die Möglichkeit ein Grundstück von Kifafa landwirtschaftlich zu bearbeiten, Gemüse für seine Familie und zum Verkauf anzubauen. Es sind oftmals die kleinen Einzelhilfen, die Veränderungen in eine Familie bringen können.

Seit einem Jahr findet nun schon in unserem TrainingsCenter im Waisenhaus Lehrgänge in Schneidern, Nähen und Körbeflechten statt. Die jungen Frauen lernen schnell und zeigen erstaunliche Fertigkeiten. In diesem Jahr öffnen wir das TrainingsCenter auch für Mütter von unseren Patenkindern. Auch sie können dort nun lernen und anschließend Körbe flechten oder Nähen, um ein kleines Zusatzeinkommen zu kreieren. Die meiste Arbeit in diesem Jahr war getan und es blieben uns noch einige Tage, um zu Hausbesuchen, eingeladen zu werden. Die kenianische Gastfreundschaft ist großartig und auch sehr kalorienlastig. Tee mit Milch und Berge von Zucker, pikant geröstete Erdnüsse, Mandasi (in Fett gebackene Teigtaschen) und wenn es dann ganz Besonders kommt, muss auch ein Huhn ihr Leben für die Besucher opfern (wir baten um Begnadigung und nahmen das Huhn mit in das Waisenhaus, wo es sich nun lebensfröhlich gibt).

Es ist eine Wertschätzung, die wir da erleben dürfen. Eine Gastfreundschaft, die berührt. Dann naht der Abschied. Einige Tage zuvor besuchte uns noch ein Patenkind, der seine Ausbildung in Food&Beverage abgeschlossen hat und nun auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sich befindet. Wir laden ihn ein, uns seine Kochkünste zu zeigen. In der Küche des Waisenhauses zeigte er, in voller Kochmontur sein kulinarisches Können. Wir waren satt und zufrieden. Ihm schloss sich ein weiteres Patenkind an, der auf einer Trommel afrikanische Lieder zum Besten gab. Nicht ohne Tränen machten wir uns dann zu viert mit dem Bus auf den Weg nach Nairobi. Es schüttete, was herunterkommen konnte und machte die Fahrt an die Bushaltestelle zu einem letzten Abenteuer. Nach neun Stunden im Bus durch Halbkenia parkten wir dann von einer Schnellstraße in Mitten von Nariobi rückwärts in die Busstation ein.

Es war eine abwechslungsreiche Zeit, voller schöner und auch menschlicher Begegnungen. Erschreckend war die ausufernde Korruption überall, im Großen wie auch im Kleinen. Ein letztes Treffen mit der NGO im Hotel, letzte Absprachen, dann ging es am nächsten Morgen erst an den Flughafen und dann zurück nach Deutschland. Zum Schluss möchte ich noch etwas ganz Besonderes erwähnen.

Am letzten Abend vor unserer Heimreise besuchte uns Emelda, ein ehemaliges Patenkind, im Hotel. Sie wollte sich bedanken und uns mitteilen, dass sie einen Arbeitsplatz gefunden hat. Sie möchte die Kontoverbindung unseres Waisenhauses. Denn wenn immer sie etwas Geld übrig haben wird, möchte sie etwas an Kifafa zurückbezahlen.

 

Asante sana.

Die Reisenden von Kifafa

 

4. Reisebericht vom 25. Januar 2020

Die Zeit vergeht wie im Flug. Nach wie vor erleben wir in der Nacht zur Zeit heftige Gewitter und Regenfälle. Der Regen ist zwar gut, doch für diese Zeit zu viel. Die Sorge der Menschen ist, dass die Pflanzen auf dem Feld beginnen zu faulen. Die Klimaveränderungen bringen das aufeinander abgestimmte System gewaltig durcheinander.

Die ersten zwei Wochen waren ausgefüllt mit den Besuchen der Patenkinder. Über 100 Kinder besuchten uns in dieser Zeit. Über das vergangene Jahr wurde berichtet und gemeinsam das neue Jahr geplant. Gemeinsam mit der Waisenhausleiterin Eunice bildeten wir ein gutes Team. Das Verstehen des kenianischen Schul- und Bildungssystems im Detail, stellt eine gute Herausforderung dar. Veränderungen und Neuerungen kennen wir oftmals nicht. Hinzu kommt, dass es immer wieder auch vorkommt, dass nicht immer die Wahrheit berichtet wird, um so an mehr finanzielle Unterstützung zu gelangen. Wussten wir jedoch nicht weiter, nutzten wir die Möglichkeit eine Telefonkonferenz mit unserem ehemaligen Patenkind David in Nairobi. Als Lehrer an der Kenyatta Universität ist er immer bestens unterrichtet. So konnten wir nicht nur die angemessene Hilfe leisten, sondern auch gleichzeitig einiges Geld einsparen. Doch mit den meisten Kindern gab es keine Probleme, im Gegenteil. Als Dank für die Unterstützung füllte sich der Hühnerstall im Waisenhaus kontinuierlich mit Hühnern. Hinzu kam eine Ziege, Erdnüsse, Eier und jede Menge Obst.

Da einige unserer Waisenhauskinder nun in Form 3 der Highschool kamen und nur während der Ferien im Waisenhaus sich aufhalten, luden wir die verantwortlichen Familienangehörigen zum Gespräch ein. Alle kamen. Es war eine gute Erfahrung. Verabredet wurden Hausbesuche, um die Wohnverhältnisse kennenzulernen, unter denen die Kinder ihre Ferien verbringen und dann auch wieder dort leben werden, wenn sie aus unserem Waisenhaus ausscheiden werden. Nicht nur für die Besucher waren dies eindrückliche Erfahrungen. Manchmal waren wir über eine Stunde mit dem Piki-Piki (Motorradtaxi) unterwegs. Die Reise führte uns über ausgewaschene Sandpisten, schmale Pfade, mitten durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei an freundlich grüßende Menschen, bis wir dann um ein paar Bäume bogen, um dann vor dem traditionellen Luo-Lehmhäuschen landeten. Es war immer etwas Besonderes. Eine rührende Gastfreundlichkeit mit Erdnüssen und Chaitee und dem einem sich gegenseitigen kennnenlernen.

Während die Patenkinder zu Besuch kamen, unternahmen die Besucher schöne und erlebnisreiche Ausflüge mit Einheimischen. Es ging in die Homa Hills, einer Vulkanlandschaft noch aus den Zeiten, als das Riftvalley entstand, dort zu heißen Quellen, um Eier zu kochen, um abschließend bei William zu landen, wo ein delikater Nilbarsch mit köstlichen Beilagen serviert wurde. Doch zuvor wurde noch ein kleiner Berg bestiegen, der den Einheimischen auch als heilige Stätte dient. Von dort hat man dann einen wunderschönen Ausblick bis an den Lake Victoria. Doch auch Ausflüge zu Fuß in die nähere Umgebung des Waisenhauses fanden statt sowie eine Fahrt mit dem Matatu nach Homa Bay, um dann eine Schiffsfahrt zu unternehmen (leider waren die versprochenen Nilpferde nicht da). Seit diesem Jahr konnten wir auch den Besuch zu Paul in unser Touristikprogramm aufnehmen. Er betreibt eine Baumschule und konnte über die verschiedenen Pflanzen und deren Wirkungen berichten. Wie immer fand dies alles in der Gastfreundlichkeit der Familie statt. Unsere Besucher leben hier mit den Menschen, ihrer Kultur und erfahren viel über ihre Lebensweisen.

Für drei unserer Besucher organisierten wir eine Safari in die Massai Mara, was natürlich ein ganz besonderes Highlight darstellte.

Doch zurück ins Waisenhaus. In diesem Jahr kauften wir 500 Baumsetzlinge von Paul. 250 davon werden wir im Waisenhaus und unseren angrenzenden Feldern anpflanzen. Bäume werden immer wichtiger in den Zeiten, wo es immer wärmer wird. Auch im nächsten Jahr werden wir 1000 Baumsetzlinge kaufen, um sie unseren Paten-Familien zu geben, damit diese sie einpflanzen können. Ein Setzling kostet etwa 20 Cent.

Dann nach ca. drei Wochen verließen uns Petra und Lore. Sie mussten wieder zurück nach Deutschland. Es gab nicht nur ein schönes Abschiedsfest, sondern auch jede Menge Tränen.

Auch für uns geht nun langsam die Zeit in Kenia zu Ende. Nur Levin und Nala, zwei unserer jüngeren Besucher, werden noch die nächsten zwei Monate im Waisenhaus verbringen. Für diese eine sehr intensive und Lebens-bereichernde Zeit.

 

Ganz herzliche Grüße aus Kenia.

Das Kifafa Reise Team

 

 

3. Reisebericht vom 13.01.2019


Mittlerweile sind wir schon eine Woche im Waisenhaus in Kendu Bay. Die Reise mit dem Bus von Nairobi nach Kendu Bay war wie immer lang, jedoch abwechslungsreich und voller Eindrücke, insbesondere für unsere Gäste im Waisenhaus. Über 500 km fuhren wir durch die verschiedenen Landschaften Kenias. Das letzte Stück von Kendu Bay ins Waisenhaus legten wir mit den Piki Pikis, den Motorradtaxis zurück. Ein schönes Erlebnis. Die Begrüßung war wie in jedem Jahr herzlich und am Abend gab es Willkommen-Tänze unserer Mädchen. Doch danach plumpsten alle tot müde ins Bett. Das Waisenhaus präsentiert sich uns in einem wunderbaren Zustand. Obwohl Januar eigentlich Trockenzeit ist, regnet es in der Nacht fast täglich. So grünt und blüht das Waisenhausgelände. Im vergangenen Jahr erstanden wir ein weiteres Grundstück. Unsere beiden Gärtner haben ein kleines Wunder vollbracht. Sie legten eine weiteren wunderbaren Gemüse- und Obstgarten mit Papaya, Paprika, Spinat, Zwiebeln und Kürbissen an. Dies ist nun auch ausreichend, um nun auch Gemüse und Obst zu verkaufen, um ein eigenes Einkommen erzielen zu können.
Am nächsten Morgen kamen dann bereits die ersten Patenkinder, von außerhalb des Waisenhauses. Wie immer gab es viel zu berichten, die Schulgebühren zu bezahlen und das kommende Jahr zu planen.

In diesem Jahr werden etliche “Patenkinder” aus unserer Hilfe ausscheiden. Darunter auch 3 Studentinnen von Universitäten. Alle schlossen mit sehr guten Ergebnissen ab, sodass es kein größeres Problem sein sollte, einen Arbeitsplatz zu finden. Sie können dann ihre eigenen Familien unterstützen. Einige von ihnen möchten auch etwas von der erhaltenen Hilfe zurückgeben und ein Patenkind von KIFAFA unterstützen.

Am Dienstag erhielten wir dann Besuch vom Bürgermeister. Er kam, um uns zu begrüßen. Im vergangenen Jahr einen “Ausbildungskurs” zur Näherin und zum Korbflechten in unserem neuen Trainingscenter im Waisenhaus. Sie können nun einen eigenen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt leisten. Sie werden dann auch aus unserer Hilfe ausscheiden.

Bereits in der vergangenen Woche unternahmen wir etliche Hausbesuche. Nur wenn wir die Verhältnisse vor Ort kennen, wissen wir auch, welche Unterstützung notwendig erscheint. Für unsere Besucherinnen stellte dies eine eindrückliche Erfahrung dar, um mit den Menschen und ihren Lebensverhältnissen in Kontakt zu treten. Wanderungen, Ausflüge mit Einheimischen, Kirchenbesuche und Schulbesuche boten weitere Gelegenheiten, die Landschaft, deren Bewohner und ihre Lebensgewohnheiten kennenzulernen. Es ist eine lebendige Besuchergruppe, die vom ersten Tag an sich interessiert und offen zeigte und schnell in guten Kontakt kamen. Gemeinsame Mittag- und Abendessen mit den Kindern bringen jede Menge Spaß.

Und da ist Mitchell. Sie ist herzkrank und sollte bereits im vergangenen Jahr operiert werden. Ein Spendenaufruf in der örtlichen Presse, in Deutschland, brachte eine großartige Summe zusammen. Doch der angesetzte Operationstermin konnte nicht stattfinden, da wohl anderen herzkranken Kindern der Vorzug gegeben werden musste. Das subventionierte Operationsprogramm wurde beendet. Auf der weiteren Planung ist eine Operation im Frühjahr. Mitchell wird mittlerweile medizinisch versorgt. Um die Zeit vor und nach der Operation sicher gestalten zu können, werden wir Mitchell im Waisenhaus aufnehmen. Doch hier gehen die Uhren anders. So warten wir darauf, wann und wie alles stattfinden kann.

Mit unserer Waisenhausleiterin Eunice haben eine kompetente und kooperative Leiterin. Dinge können ganz schnell organisiert werden. Die Besucher fühlen sich sehr wohl und genießen die vielfältigen Aktivitäten. Morgen werden einige Besucherinnen zu einer 3 tägigen Safari aufbrechen. Hier wird es dann mit dem Besuch der Patenkinder weitergehen.

Sommerliche Grüße aus dem Waisenhaus aus Kendu Bay von der KIFAFA-Reisegruppe.


2. Reisebericht aus Nairobi - 06.01.2020

In diesem Jahr dauerte die Reise besonders lange. Mit 2 Stunden Verspätung landeten wir auf dem Jomo Kenyatta Flughafen in Nairobi. Doch unsere Geduld sollte weiter strapaziert werden. Zum ersten Mal während unseren Reisen nach Kenia kamen nicht alle Koffer an. Vier Stück fehlten. Nach Abklärung mit der Fluggesellschaft, konnten wir dann, von den Mitgliedern der NGO Nairobi, abgeholt und ins Hotel gebracht werden. Spät in der Nacht fielen wir in die Betten.


Ein sommerlicher Tag mit einem schönen Frühstück begrüßte uns auf der Hotelterrasse. Es sind nur noch ganz wenige Patenkinder, die wir in Nairobi bereuen und die ersten waren schon da. Da ist Kevin mit seiner Schwester Ann und ihrer Mutter. Kevin befindet sich im zweiten Lehrjahr zu Elektriker, während Ann ein kleines Friseurgeschäft mit Hair & Nail & Beauty betreibt. Dieses hatte sie im vergangenen Jahr eröffnet. Mittlerweile kann sie die Miete für das Geschäft sowie ihren Lebensunterhalt davon bestreiten. Doch ganz besonders wichtig ist es, dass sie sich selbst krankenversichern kann. Sie erhielt noch eine weitere “Finanzspritze” und scheidet nun aus unsere Hilfe aus. Ann wohnt mit ihrer Familie in dem Slum Mathare. Sie haben nun eine gute Perspektive.

Während Joachim die Patenkinder empfing, war die Kifafagruppe mit Petra in Nairobi unterwegs. Neben dem Besuch des Aboretums stand am Samstag der Besuch auf dem Massaimarkt auf dem Programm. Das ist immer wieder eindrucksvoll. Hier kann man den Spaß am aktiven Handeln erlernen. Nachmittags fand dann unser formelles Treffen mit unseren Partner-Organisationen aus Kenia statt. Wichtige Themen dabei, die Einführung des Mindestlohnes und dessen Auswirkungen auf das Waisenhaus und dessen Struktur. Weiterer Punkte war auch die weitere Gestaltung mit Hope Theatre Nairobi und KAWE. Es war wiedereinmal ein ausfüllender Tag. Mittlerweile waren 3 der 4 Koffer wieder aufgetaucht und ins Hotel gebracht worden. Nach dem letzten Koffer wird bei Kenya Airways noch gesucht.

Nun freuen wir uns jedoch auch alle, dass wir uns am Sonntagmorgen mit dem Bus auf die Reise nach Kendu Bay in Waisenhaus machen. 

 

Viele liebe Grüße von den Reisenden von Kifafa

KIFAFA Kenia-Reise 2020

Vor der Reise

Die meisten Koffer sind gepackt, alles so weit organisiert, dass wir am 2. Januar 2020 morgens um 6.50 von Frankfurt über Paris nach Nairobi starten können.

In diesem Jahr reisen wir zu siebt. Die Vorfreude ist groß. Drei unserer Begleiterinnen / Begleiter werden zum ersten Mal Kenia und das Waisenhaus besuchen. Die beiden anderen Frauen waren schon einmal dort und freuen sich, erneut Gast im Waisenhaus zu sein.

Die politische Lage in Kenia kann man als ruhig beschreiben. Es sind keine Wahlen in Sichtweite.

Allein die ökonomische Situation in Kenia hat sich sehr verschlechtert. Firmen machen pleite, Menschen werden arbeitslos. Die ausufernde Korruption trägt dazu bei. So werden wir gespannt sein, was uns erwarten wird.

 Wie in jedem Jahr werden wir alle unsere Patenkinder sehen und mit ihnen das vergangene Jahr besprechen und das kommende Jahr planen. Auch im Waisenhaus in Kendu Bay wird es einiges zu besprechen geben. Im Mittelpunkt stehen dabei die notwendigen Anpassungen der Löhne unserer Arbeiter an einen eingeführten Mindestlohn. Auch werden wir Mitschell treffen, das fünfjährige herzkranke Mädchen. Eigentlich sollte es im November operiert werden (herzlichen Dank an alle, die für diese Operation so großartig gespendet haben), doch dann fiel Mitschell von einem Tag auf den anderen aus dem subventionierten Operationsprogramm in Kenia. Eine Woche lang hatten sie und ihre Mutter in Nairobi verbracht und täglich auf die Operation gewartet.

Nun werden wir mit unserer Partnerorganisation über eine baldige Alternative sprechen.

Wir sind natürlich auch gespannt darauf, wie das Waisenhaus sich nach einem Jahr unter der neuen Waisenhausleitung Eunice entwickelt hat.

So werden uns etliche Themen auf unserer vierwöchigen Reise nach und durch Kenia begleiten.

Wiederum fand sich eine schöne, lebendige und homogene Reisegruppe zusammen. Gemeinsam freuen wir uns auf die kommende Reise.