Der ursprüngliche Gedanke

An die 100 Kinder erhalten dank persönlicher Patenschaften Unterstützung in Form von Schulgebühren, Uniformen, Schulmaterialien, medizinischer Betreuung und psychosozialer Begleitung. Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben. Mit einer Patenschaft geben Sie einem Kind nicht nur Zugang zu Bildung, sondern auch eine existenzielle Sicherheit, Selbstvertrauen und Perspektive.

50 Cent für eine ganze Mahlzeit

2007 wurde das Waisenhaus in Kendu Bay am Lake Victoria eröffnet. Acht Mädchen zogen ein – und mussten sich von Beginn an keine Sorgen mehr machen, ob es genug zu essen gibt.

Doch nur wenige Meter außerhalb des Waisenhauses war Hunger ein ständiger Begleiter. Das konnte so nicht bleiben.

2010 startete daher unser Essensprogramm für bedürftige Kinder. Zunächst kamen 17 Kinder aus der Nachbarschaft von Montag bis Freitag zum kostenlosen Mittagessen in unsere Einrichtung.

Die positiven Folgen zeigten sich schnell:
„Die Kinder waren nicht mehr so oft krank, lernten besser in der Schule und es gab weniger Streit zu Hause“, berichteten ihre Mütter.

Heute nehmen bereits über 50 Kinder regelmäßig am Mittagessen teil. Sie alle besuchen die nahegelegene Gendia Primary School, die bestätigt, dass sich die schulischen Leistungen der Kinder dank der regelmäßigen Mahlzeiten deutlich verbessert haben – so sehr, dass die Schule inzwischen im Leistungsvergleich einen Spitzenplatz einnimmt.

Nicht nur bei Epilepsie

Die Behandlung von Epilepsie in Kenia scheitert oft an den Kosten für Medikamente, Arztbesuche und die Anreise in Kliniken.

Seit 1995 unterstützt Kifafa e.V. epilepsiekranke Menschen aus den ärmsten Schichten Kenias. Besonders unsere Patenkinder erhalten Medikamente, Arzttermine und Transport entweder kostenlos oder stark vergünstigt.

In enger Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation KAWE (Kenyan Association for the Welfare of Epileptics) in Nairobi ermöglichen wir eine kontinuierliche Behandlung. KAWE betreibt mehrere Epilepsiekliniken in den Slums, die deutlich günstiger sind als andere Einrichtungen – so können sich auch ärmere Menschen eine Behandlung leisten.

Hier erreichen wir die Ärmsten

Kifafa bedeutet auf Suaheli „Epilepsie“. Unser Verein unterstützt seit vielen Jahren besonders bedürftige Betroffene.

2015 eröffneten wir im Waisenhaus Kendu Bay unsere eigene Epilepsieklinik. Einmal im Monat findet dort eine Sprechstunde mit zwei Ärzten und einem kleinen Team statt.

Mittlerweile lassen sich rund 70 Patientinnen und Patienten bei uns behandeln. Auch hier gilt: Unsere Klinik ist deutlich günstiger als andere. Wer gar kein Einkommen hat, erhält Medikamente kostenlos.

Da Epilepsie in Kenia häufig noch als Fluch oder ansteckende Krankheit missverstanden wird, organisieren wir regelmäßig Aufklärungsveranstaltungen – besonders in Schulen.

Bildung in jedem Alter ermöglichen

2019 bauten wir auf dem Waisenhausgelände ein TrainingCenter. Ziel war, auch jungen Menschen ohne schulische Voraussetzungen eine Ausbildung zu ermöglichen.

  • Junge Mütter lernen das Schneider- und Nähhandwerk, um von zu Hause aus Einkommen für ihre Familien zu erzielen.
  • Ergänzend stellen sie geflochtene Taschen, Sisalmatten und Körbe her.
  • Für junge Männer und Frauen bieten wir eine zweijährige Ausbildung in Garten- und Landwirtschaft an. Dabei lernen sie nachhaltige Methoden kennen und können sich gleichzeitig ein Startkapital für ihre eigene Landwirtschaft aufbauen.

2025 gründete sich zudem eine Frauengruppe aus der Nachbarschaft, die gemeinsam Taschen herstellt und verkauft.

Grundlagen schaffen

Auch in Kendu Bay sind die Folgen des Klimawandels deutlich spürbar: veränderte Regenzeiten, Überschwemmungen mit Bodenerosion, lange Trockenzeiten und Dürren.

2020 starteten wir unser Baumschulprojekt.
Seitdem haben wir über 20.000 einheimische Baumsetzlinge kostenlos an Nachbarn, Schulen, Kirchen und die Dorfgemeinschaft verteilt. Diese Bäume sorgen für Schatten, verhindern Erosion, reduzieren den Wasserverbrauch und liefern Feuerholz. Obstbäume tragen zusätzlich zur Ernährungssicherung bei.

2021 stellten wir unsere Landwirtschaft auf Permakultur um: vielfältiger Anbau, wassersparend, ohne Pestizide.

Auf dem Gelände entstand außerdem ein kleiner Wald – ideal für die Bienenhaltung. 2024 starteten wir mit 12 Bienenvölkern und bauten ein Honighäuschen zur Verarbeitung. Der Honigertrag soll langfristig zur Finanzierung des Sozialen Zentrums beitragen.

Wir freuen uns über Besucher

Schon früh begleiteten Interessierte unsere Arbeit in Kendu Bay.

2009 entstand das Gästehaus Doris mit zusätzlichen Gästezimmern. Besonders Patinnen und Paten nutzten diese Möglichkeit, aber auch junge Menschen nach Schule oder Studium, Rucksackreisende oder Urlauber, die eine ganz andere Welt kennenlernen wollten.

Unsere Gäste wohnen mitten in Natur und Alltag der Einheimischen.
Sie können an Ausflügen, Einladungen, Schulbesuchen, Hospitationen oder der Mitarbeit im Sozialen Zentrum teilnehmen. So entstehen wertvolle Begegnungen zwischen Kulturen – geprägt von Verständnis, Freude und Respekt.

Wer eine Safari, den Mount Kenia oder gar den Kilimandscharo plant, erhält von uns Unterstützung bei Organisation und Planung.

Seien Sie unser Gast im Sozialen Zentrum Kendu Bay – und erleben Sie eine faszinierende, manchmal herausfordernde, aber immer bereichernde Welt.