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Reisetagebuch 2022

2. Reisebericht Februar 2022

Wahrscheinlich haben Sie in den vergangenen Wochen vergeblich auf einen weiteren Reisebericht von uns gewartet. Leider waren wir so gut beschäftigt, dass wir dann die nötige Zeit und Konzentration nicht mehr aufbringen konnten.

Seit ein paar Tagen sind wir nun wieder aus Kenia zurück. Nun will ich Ihnen berichten.

Am 6. Januar landeten wir in dem sommerlichen Nairobi. Wärmende 24 Grad und strahlender Sonnenschein sollten uns die nächsten Tage begleiten. Die Stadt präsentiert sich im Aufbruch und dieses bereits seit einigen Jahren. Glasfassaden bestimmen zunehmend den Weg vom Flughafen ins Hotel. Verantwortlich zeichnet sich China mit ihrem vielfältigen Projekten. Seit zwei Jahren wird an einer Stadtautobahn gebaut, die, auf Betonpfeilern quer durch die Stadt führt. 27 Jahre lang werden die Chinesen dafür die Mautgebühren erhalten. Doch hinter all dem Aufbruch und vermeintlichen Fortschritt verbirgt sich ein nicht unbedeutender wirtschaftlicher Abschwung. Viele Menschen sind arbeitslos; Tagelöhner finden keine Einnahmen mehr; die Lebensmittelpreise steigen,wie auch die Güter der täglichen Lebens. Ausufernde Korruption ist der Begriff, den wir in diesem Zusammenhang regelmäßig zu hören bekommen. Unser langjähriges Hotel hat keine Gäste mehr, wir waren mit die Einzigen. Der Service ist reduziert worden, wie auch die Mitarbeiter.

Am Flughafen wurden wir von unseren kenianischen Freunden abgeholt. Das war sehr schön. Abends dann auf der Hotelterrasse ein „Tusker“, ein feines kenianisches Bier, doch dann fielen wir in unsere Betten.

Am nächsten Morgen kamen bereits die ersten Patenkinder ins Hotel. Die, zum ersten Mal, praktizierte Terminvergabe per Telefon, funktionierte. Es sind nur noch vier Patenkinder, die wir in Nairobi betreuen. Die Universitätspatenkinder kommen gleichfalls. Auch hier ist es ein schönes Wiedersehen. Faith hat im vergangenen Jahr im Dezember ihr Medizinstudium beendet, nun erhält sie noch einmal eine Starthilfe für dieses Jahr. Sie wird nun auf Arbeitssuche gehen.Am Samstag fand unser gemeinsames Treffen mit unserer Partnerorganisation statt. Wichtige Fragen der Kooperation und Perspektive wurden erörtert.

Da Corona auch in Kenia aktiv ist, beschließen wir das Flugzeug von Nairobi nach Kisumu zu nehmen. Sicherheit geht vor. Sonntagmittag ging es los und abends wurden wir bereits fröhlich im Waisenhaus begrüßt. Zum Abendessen gab es leckeres Essen und danach Willkommenstänze der Mädchen.

Über 100 Patenkinder und deren Familie betreuen wir in der Gemeinde Kendu Bay. Gemeinsam mit der Waisenhausleiterin Eunice konnten wir alle in den nächste acht Tagen empfangen.

Die Zusammenarbeit mit den Patenkindern und deren Familien wird zunehmend verlässlicher und vertrauensvoller. Mit Respekt begegnen sie uns, da wir trotz der Pandemie, die Reise nach Kenia gewagt hatten. Während Eunice und ich die Patenkinder empfingen, war Petra mit den zwei Besuchern auf verschiedenen Hausbesuchen. Hier erkennen wir sehr schnell, wie notwendig eine Hilfe und Unterstützung ist.

Nicole, ein 14 jähriges Mädchen aus dem Waisenhaus, spricht uns an. Sie macht sich große Sorgen um ihre Großmutter und kleinen Geschwistern. Sie leben in einem traditionellen Lehmhaus, Löcher in den Wänden, keine Fenster und eine Tür, die sich nicht schließen lässt. Die Großmutter ist 70 Jahre alt und hat noch nie in ihrem Leben in einem Bett geschlafen. Sie schläft auf Decken auf dem lehmigen Naturboden. Wir haben schon viel gesehen, doch noch immer werden wir von ungeheurer Armut überrascht. Wir nehmen die Familie als Patenfamilie auf, kaufen Betten, Matratzen, Moskitonetze, lassen den Boden zementieren, die Wände ausbessern, Fenster und eine abschließbare Tür einsetzen. Dann bezahlen wir noch die Krankenversicherung für die ganze Familie für ein Jahr. Im nächsten Jahr werden wir uns dann mit der Großmutter und ihren Enkeln wieder treffen. Nicole ist glücklich und unglaublich dankbar. In diesem Jahr schieden 11 Patenkinder aus unserer Unterstützung aus. Sie haben das College, die Universität oder ihre Ausbildung beendet. Vier Familien mit insgesamt 15 Kindern konnten wir in diesem Jahr neu in unserer Patenschaftsprogramm auf.

Das Essensprogramm im Waisenhaus erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Können doch über 40 hungrige Kinder aus der Nachbarschaft des Waisenhauses zum kostenlosen Mittagessen ins Waisenhaus kommen.

Die Epilepsieklinik hat sich etabliert. Während unseres Aufenthaltes fanden zwei Aufklärungsveranstaltungen über Epilepsie in zwei Schulen statt. Epillose, ein Mitglied der NGO aus Nairobi, führt diese durch. Prompt kommen am nächsten Kliniktag drei weitere epilepsiekranke Patienten zur Sprechstunde. Epilepsie wird nach wie vor, gerade im ländlichen Bereich, voller Mystik gesehen, Dämonen, Hexenzauber, Verwünschungen und böse Teufel, so der Glaube wirke in den epilepsiekranken Menschen. Aufklärung tut not. Diesen Weg werden wir auch in den nächsten Jahren weitergehen.

Das Baumschulprojekt im Waisenhaus konnte im vergangenen Jahr ca. 12000 Baumsetzlinge kostenlos an Nachbarn, Mitarbeiter, Schulen, Kirchen ausgeben. Ziel ist es die Region Kendu Bay mit Bäumen zu bepflanzen, um so den lokalen Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen. Obstbäume wie Avocado, Mango, Papaya, Jackfruit sollen den Menschen Nahrung und die Schattenbäume Feuerholz ermöglichen. Mitte Februar wird die Regensaison beginnen. Dann steht die nächste Charge an Baumsetzlingen zur Ausgabe an Schulen, Mitarbeiter und Nachbarn bereit.

Als ganz großes Thema schwebte über unserem diesjährigen Aufenthalt das Thema Registrierung des Waisenhauses. Eigentlich sollten wir schon längst registriert sein, doch Corona und die administrative Behäbigkeit haben dies bisher verhindert. Doch bei einem Treffen mit dem zuständigen Children Officer war klar, dass dieser uns tatkräftig unterstützen wird, um die abschließende Registrierung zu erhalten. Die Regierung schätzt unsere Arbeit. Unser Waisenhaus ist übrigens das einzige in der Region um Kendu Bay.

Und da ist natürlich noch Michell. Im November 2021 konnte endlich die Herzoperation durchgeführt werden.  Sie war erfolgreich und auch die Nachsorgeuntersuchungen sind sehr zurfriedenstellend. Michell taut mehr und mehr auf, sie liebt es nun mit den anderen zu tanzen und sich zu bewegen. Demnächst wird sie wieder in die Schule gehen können. Sie ist ein cleveres Mädchen und sehr glücklich.

Joakim, unser Gärtner ist ein großartiger Freund von Gemüse, Obst und Tieren. In einem Experimental Garden versucht er sich nun in neuen Methoden des Anbaus. Als Grundlage verwendet er die Philosophie und Anwendungsmethode der Permakultur. Wir dürfen gespannt sein.

Nach über 14 Tagen „Arbeit“ beschloßen wir uns auf einer dreitägigen Safari zu erholen, bevor es dann wieder zurück nach Deutschland geht. Es waren fantastische Tage. Fünf Stunden ging es durch Kenia bevor wir die Massai Mara erreichten. Eindrucksvoll sich im Alltagsleben der Kenianer mit zu bewegen. In einer einfachen, jedoch wunderschön gelegenen Lodge wurden wir kulinarisch bestens versorgt, während vor unserer Terrasse die Giraffen, Büffel, Affen und Zebras vorbei spazierten.

Doch als sehr intensiv erlebten wir die Safari. Wir schauten Löwen beim Schlafen zu, Leoparden und Warzenscheine, Gazellen und und … Es waren schöne Tage.

Zurück im Waisenhaus. Am übernächsten Tag wollten wir Abreisen. Doch eine Stunde vor Abfahrt kam der Children officer erneut und fragte an, ob wir ein ca. 14 jähriges Mädchen in unserem Waisenhaus aufnehmen könnten. Das Kind wurde im Wald gefunden, verwahrlost und hat sich wohl über Tage oder Wochen nur von Blättern ernährt.  Kurz darauf ist das Mädchen da. Wir geben ihr den Namen Doreen Achieng. Sie ist ein fröhliches Mädchen, lacht viel und kann sich auch rudimentär unterhalten. Sie scheint eine geistige Behinderung zu haben.

Der Abschied war dann sehr schön. Wir wurden von den Kindern und Mitarbeitern herzlich verabschiedet. Eine anstrengende Rückreise sollte vor uns liegen.

Bereits in Deutschland erfuhren wir dann, dass Doreen mit den anderen Mädchen viel Spaß beim gemeinsamen Tanz hatte. So eng liegen Freud und Leid bei einander. Wir sind froh und dankbar, dass wir gesund und wohlbehalten wieder in Deutschland angekommen sind.

Wenn Sie mögen, können Sie uns gerne unterstützen, die Patenkinder eine Chance auf eine Schulbildung ermöglichen, familiäre Lebensverhältnisse und die medizinische Versorgung verbessern helfen.

Möchten Sie uns einmal auf unserer Reise nach Kenia begleiten oder auch einmal Urlaub in unserem schönen Gästehaus in unserem Waisenhaus verbringen, dann setzen Sie sich doch einfach mit uns in Verbindung.

Die Reisenden von Kifafa.

1. Reisebericht Januar 2022

Es ist einmal wieder soweit. Wir werden am 6. Januar erneut nach Kenia reisen, um das Waisenhaus zu besuchen und um alle unsere Patenkinder zu treffen. Die Vorbereitungen sind soweit getroffen, diese sind in Coronazeiten umfänglicher als sonst. Im Juli 21 waren wir zuletzt dort, auch unter den Rahmenbedingungen der Pandemie. Natürlich ist die Omicron Variante des Virus auch in Kenia angekommen, doch die Ausbreitung, wie auch insgesamt das Pandemiegeschehen, zeigt sich eher moderat. Der Staat achtet im allgemeinen strickt auf die Einhaltung der Verordnungen gegen den Virus. Allerdings sind auch erst ca. 11 Millionen zum ersten oder zweiten Mal geimpft. Und es gibt natürlich auch Impfgegner und Verschwörungstheoretiker, die an implantierten Chips und impfbedingte Unfruchtbarkeit glauben. Der kenianische Schulkalender wurde durch die Pandemie und den damit verbundenen Lockdown durcheinander gebracht. Die Schuljahre und auch die Schulferien werden nun sehr komprimiert gehandhabt. So wird das Schuljahr 2021 im März/April 2021 enden. Das Schuljahr 2022 beginnt dann im Mai 2022 und endet im Dezember 2022. Erst dann kehrt wieder so etwas wie Normalität in den Schulalltag ein. Für uns bedeutet dies eine besondere Herausforderung. Gilt es doch im Januar alle Krankenkassenbeiträge zu bezahlen, damit die Kinder und deren Familien das ganze Jahr hinweg versichert sind. Und gleichzeitig wollen wir das kommende Schuljahr 2022 mit den Patenkindern planen und finanzieren. Da werden wir sehr auf die Unterstützung und Hilfe der Waisenhausleiterin und den Vertretern der NGO vor Ort setzen.

Neben der Versorgung der Patenkinder und deren Familien sollen im Januar die Dächer des Waisenhauses sowie des Gästehauses neu gedeckt werden. Die alten Wellblechplatten sind mittlerweile nach 15 Jahren durchgerostet. Unsere Baumschule im Waisenhaus konnte in 2021 ca. 12000 Baumsetzlinge an die Nachbarn, Schulen, Mitarbeiter und Kirchen kostenlos ausgegeben werden. Hintergrund sind die deutlich spürbaren Auswirkungen der Klimaveränderungen. Das Pflanzen von Bäumen soll dazu beitragen, Bodenerosionen zu verhindern ,und daß durch die Beschattung die Böden nicht so schnell austrocknen. Obstbäume sollen die Menschen mit Lebensmittel versorgen. So sind wir gespannt, wie die weitere Aussaat der Baumpflänzchen funktioniert hat und ob wir bereits im Januar wieder Setzlinge verteilen können. Die Koffer sind mittlerweile weitgehend gepackt und alle Vorbereitungen abgeschlossen. Bald kann es losgehen. Mit an Bord wird zum ersten Mal unser Kassierer Werner J. sein. Seit vielen Jahren managt er nun die Finanzen im Verein und will nun mal mit eigenen Augen sehen, was wir da unten so treiben. Lore B., als Patin, wollte unbedingt wieder nach Kenia, um die Mädchen im Waisenhaus zu besuchen. Ja, und dann sind da noch Petra L. und ich, als Vorstand des Vereins, die in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig nach Kenia reisten. Eine kleine, lebendige und erfahrenen Reisegesellschaft.

Wir hoffen, dass wir alles gut managen können in Zeiten von Corona und dass wir wieder gesund, nach drei Wochen, wieder in Frankfurt landen werden. Wenn Sie mögen, können Sie unsere Reise über unsere Homepage begleiten. Wir werden versuchen regelmäßig Reiseberichte einzustellen.

Wir würden uns freuen. Ihnen allen wünschen wir einen guten Start ins Neue Jahr sowie Gesundheit in einer außergewöhnlichen Zeit, die alle Menschen auf dieser Erde betreffen.

Viele Grüße von der Reisegruppe Kenia 2022


 
Kifafa Kinderhilfe in Kenia / Afrika
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