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Reisetagebuch 2018

5. Reisebericht aus Nairobi - 31. Januar 2018

Mittlerweile sind wir wieder in unserem Hotel Sagret in Nairobi. In zwei Tagen werden wir wieder nach Deutschland zurückfliegen. Vier Wochen gefüllt mit vielen Erlebnissen und Ereignissen. Vier Wochen, die auch unsere Arbeit in Kenia z.T. verändern werden. Die Zeit ging wieder einmal viel zu schnell vorbei.

Wir fuhren einige Tage früher wie geplant nach Nairobi. Die politische Situation machte dies notwendig. Am 30. Januar rief der Oppositionspolitiker Raila Odinga gleichfalls zum Präsidenten von Kenia aus. Der amtierende Präsident Uhuru Kenyatta konnte das eigentlich nicht zulassen. Bis zuletzt war es nicht sicher, ob den Menschen in Kenia nicht Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände bevorstünden. Die Innenstadt mit dem Uhurupark, das Stadion und die Zufahrtsstraßen waren von Polizei und Militär abgesperrt. Die Medien berichteten nur noch über Sport. Alle anderen Sender waren abgeschaltet. Wasserwerfer und Militarfahrzeuge fuhren an unserem Hotel vorbei, Richtung Innenstadt. Eine Spannung lag über dem Land und der Stadt, die Straßen waren, wie auch unser Hotel ohne Menschen. Doch dann kam die erlösende Nachricht: die UN konnte den Staatspräsidenten dazu bewegen von dem Konfrontationskurs abzuweichen. Er zog das Militär und die Polizei wieder zurück. Die Versammlung mit Raila Odinga verlief ohne größere Zwischenfälle. Er rief sich nun gleichfalls zum Staatspräsidenten von Kenia aus. Nun hat Kenia zwei davon. So etwas gibt es nur hier. Doch man darf gespannt sein, wie das Politikpocker sich weiter entwickeln wird. Doch in der Innenstadt kam es zu Plünderungen und Tränengaseinsaetze durch die Polizei. Doch ansonsten blieb es ruhig und friedlich. Die Menschen in Kenia atmen auf.

Doch zurück nach Kendu Bay ins Waisenhaus. Es ist sehr trocken, da es nun schon seit Wochen nicht mehr richtig geregnet hat. Die Felder sind ausgetrocknet und liegen brach. Wir brachten unser Vieh auf die Weide des Nachbars und bezahlten dafür etwa 50 Euro für zwei Monate. Und immer wieder sitzen Menschen vor dem Tor und hoffen auf Hilfe.
Im Waisenhaus wurde das Wasser knapp und wir überlegten bereits, dass wir mit Eseln das Wasser vom Fluss bringen lassen sollen.

Am 20. Januar wurden wir überraschend zu einem Treffen  mit dem District Children Officer ins Touristik Hotel nach Homa Bay eingeladen. Es ging um die Registrierung unseres Waisenhauses unter dem neuen Namen HOPE GIRLS HOME.  Doch wir waren nicht die einzigen, die eingeladen waren. Über 50 Vertreter unterschiedlicher Kinderorganisationen und Initiativen waren vor Ort. Es ging um den Schutz der Kinder und die staatliche Verantwortung und Kontrolle sowie Unterstützungsmöglichkeiten. Das ganze wurde gesponsert von Plan International. Die kenianische Regierung bemüht sich sichtlich um die Rechte der Kinder und der Überprüfung von unlauteren Einrichtungen. Diese Einladung bedeutete für uns, dass unser Waisenhaus nun registriert ist. Wir erleben eine große Wertschätzung und auch Unterstützung unseres Waisenhauses. Gerade die Situation von epilepsiekranken Kindern und auch Erwachsenen liegt der “Landesregierung” am Herzen.

So kann das Wasserproblem im Waisenhaus wohl einfacher gelöst werden, als gedacht. Wir erhielten vor unserer Abreise die Zusicherung, dass in den nächsten Tagen Tanklaster mit Trinkwasser unsere Wassertanks füllen werden. Bezahlen müssen wir nur das Benzin für die Laster. Auch können wir nun als registriertes Waisenhaus mit Lebensmittelunterstützungen rechnen. Die Dinge verändern sich.

Vier Tage zuvor besuchte uns der stellvertretene Bürgermeister, um für ein 12 jähriges Mädchen um Hilfe zu bitten. Shanan besuchte nie die Schule, kann nicht sprechen, leidet unter einer Epilepsie und wird von ihren Eltern abgelehnt. Sie erlebte schon sexuelle Misshandlungen und lief immer wieder weg. Da wir keine andere Lösung sahen, nahmen wir sie probeweise im Waisenhaus auf. Doch schon am ersten Abend fühlte sie sich so wohl, dass sie mit den anderen Mädchen mit tanzte. Sie läuft nicht davon und nachts macht sie sich bemerkbar, wenn sie auf die Toilette muss. Sie ist ein heiteres Gemüt und eine Bereicherung für das Waisenhaus.

Und da ist Beatrice A., 19 Jahre alt mit ihrer acht Monate alten Tochter. Immer wenn es Vollmond wird, erleidet sie Anfälle. Ihre Eltern warfen sie mit ihrem Baby aus dem Haus, schlugen und misshandelten sie. So lief sie in den Busch. Die Ministerin für Gender fragt nach, ob wir diese junge Frau nicht aufnehmen könnten. Sie wohnt nun im Waisenhaus mit ihrem Kind. Es wird noch einige Zeit dauern, bis sie sich sicherzugehen kann. Doch bei dem Tanzabend der Mädchen konnte sie sich schon mitbewegen.

So gleich und doch unterschiedlich sind die Lebensgeschichten.
Zum Schluss möchte ich noch eine schöne Geschichte erzählen. Vor einem Jahr nahmen wir Josehine mit ihren zwei Mädchen in einem unserer kleinen Luohäuschen auf. Zuvor war sie auf der Straße gelandet, da sie ihre Miete nicht mehr bezahlen konnte. Sie hatte keine Hoffnung mehr. In nur einem Jahr konnte sie, mit unserer Unterstützung, ihre Kinder in die Schule schicken, zur Ruhe kommen und sich keine Sorgen mehr um das Bezahlen der Miete machen. Sie ist Schneiderin von Beruf. Sie kann nun wieder ihr Geschäft betreiben und gleichzeitig erzielt sie ein Einkommen, in dem sie einige Mädchen des Waisenhauses das Nähen beibringt. Nun nach einem Jahr hat sie nicht nur der Pfeil von Amor wieder getroffen, sondern auch einen Pastor, der sie gerne heiraten möchte. Die Heirat wird in wenigen Tagen sein. Dann zieht sie in sein Haus. Unterstützen werden wir sie dennoch.
Nun wurde das kleine Häuschen unerwartet frei. Frei für eine weitere alleinerziehende Mutter mit ihren drei Kindern.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken, das Sie uns au f unserer Reise in Kenia begleitet haben.
Ihnen wünschen wir eine gute, gesunde und zufriedene Zeit.

Die Kifafa Crew.

 

 

 

4. Reisebericht aus Kendu Bay - 23.01.18

Ein neues Motorrad von KIFAFA
Hoher Besuch bei KIFAFA
Die neuen Zeigen auf dem Waisenhausgelände

Kaum war die Ministerin für Tourismus und soziale Angelegenheiten abgereist, ging es weiter mit den Patienten. Täglich sind es etwa 15 Kinder und deren Familien, deren Geschichten wir zu hören bekommen. Erfolgreiche, jedoch auch bedrückende  Geschichten. Viele der Patenkinder besuchen nun die Highschool, das College oder auch die Universität. Rose 24 Jahre, lebte anfänglich im Waisenhaus. Als sie in den Ferien zu Hause schwanger wurde, zog sie zurück zur Grossmutter. Über all die Jahre hinweg begleiteten wir sie. In diesem Jahr wird sie ihr Diplom als Krankenschwester ablegen, um dann im Dezember ihr Abschlusszeugnis bei einer grossen Feier zu erhalten. Sie wird dann als Krankenschwester kein Problem haben, Arbeit zu finden.

Oder da ist Peter. 20-Jährig, flog er aus seiner Ausbildung zum Automechaniker. Ein Jahr lang arbeitete er nun auf dem Feld seines Vaters und hatte genügend Zeit über sich  und seine Zukunft nachzudenken.

Er hat es durchgehalten und sich in seinem Denken verändert. Der Vater konnte dies bestätigen. Nun wollte er ein Motorrad, um als Motorradtaxifahrer Geld zu verdienen. Wir unterstützen diese Idee. Peter war sehr stolz, als er uns sein neues Motorrad präsentierte. Auch er hat nun eine sehr gute Ausgangslage, um sich und seine Familie zu ernähren.

Im vergangen Jahr herrschte eine grosse Trockenheit nicht nur in Kendu Bay. Die Felder lagen brach, es gab keine Ernte, die Menschen hungerten und sie konnten kein Saatgut zurücklegen. So sind die Auswirkungen der Dürre bis heute spürbar. Nach wie vor wird oftmals gehungert. Auch in diesem Jahr kauften wir viele Maissäcke für die Familien.


Vor zwei Jahren verschenkten wir Solarleselampen, um diese gesundheitsgefährdeten Petroleumlampen (Nangile) aus zu tauschen. Viele funktionieren bis heute. Augenentzündungen und Atemwegserkrankungen sind deutlich zurückgegangen. So entschieden wir uns in diesem Jahr, erneut Solarlampen im Tausch gegen Nangile aus zu gegeben. Die Menschen brachten ihre alten Nangilelampen und wunderten sich, was wir mit diesen wohl anfangen würden. Gerüchte kamen auf, dass wir sie wohl mit nach Deutschland nehmen würden, um sie dort teuer zu verkaufen. Die Phantasien des Dorftrasches blühten in allen Farben. Dann, nach weiteren drei Tagen, erhielten wir erneut “hohen” Besuch. Diesmal kam der Direktor das Gesundheitsamtes mit Gefolge.


( Minister of health Homa Bay, County-head of nursery, head of Malaria County and head of Kendu Bay Hospital) Er zeigte sich sehr beeindruckt und brachte sogleich 40 Moskitonetze, bester Qualität, sowie das Versprechen mit, im Februar das ganze Gelände des Waisenhauses gegen die Anopheles Mücke (Malaria-Überträger) besprühen zu lassen.
Ganz besonders beeindruckte ihn jedoch, dass wir die Familien, die wir betreuen, mit den staatlichen Krankenversicherungen ausstatten. Sie kostet ca. 60 Euro und ist ein Jahr lang gültig. Die versicherten Familie kann sich nun kostenlos im Krankenhaus behandeln lassen. Sehr überzeugt hat ihn unsere Arbeit mit den epilepsikranken Menschen. Er spricht uns seine Unterstützung zu. An den folgenden Tagen kommen weitere Patenkinder, damit wir mit ihnen die schulischen oder berufliche Zukunft planen und finanzieren können. Petra unternimmt mit unseren Besucherinnen Ausflüge Diese hospitieren im Krankenhaus und in der Nyaburischule. Es ist eine selbstständige und harmonische Gruppe, die sich gefunden hat. Für die Nyaburischule, eine integrative Schule für behinderte und nicht behindert Kinder, hatten wir im Vorfeld unserer Reise, Geld für neue Schulbänke gesammelt. Innerhalb von einer Woche waren 50 Schulbänke angefertigt und wurden von den Schülern und dem Direktor stolz präsentiert. Sie bedanken sich ganz herzlich bei allen, die diese finanziert haben.

Zurück aus der Nyaburischule erreicht uns die nächste Nachricht aus dem Haus des Gesundheitsdirektors. Er möchte wissen, was wir alles anbieten und leisten - so zu sagen unser Hilfskonzept.

Diese Information benötigt er, um eventuell in der Öffentlichkeit über unsere Arbeit berichten zu können. Möglicherweise, würde das kenianische Fernsehen über unser Projekt berichten wollen. 

Die Dinge überschlagen sich. Natürlich ist dies wichtig. Die Gelegenheit über Epilepsie öffentlich zu berichten, da diese in weiten Teilen der Bevölkerung nach wie vor als eine Krankheit angesehen wird, in der die Menschen von bösen Geistern beherrscht oder verhext sind, ist einmalig. Doch ganz wohl ist uns bei dieser plötzlichen Begeisterung der Behörden nicht. So werden wir genau beobachten was öffentlich mit unserem Waisenhaus und unserem Projekt von statten gehen wird.  In der vergangenen Nacht hat es kräftig geregnet. Alle sind sehr froh darüber, denn das Gras war abgeweidet. Wir dachten schon daran, Futter für unsere Küche und Schafe zu kaufen. Apropos Schafe, auf einem Hausbesuch bekamen wir, als Dankeschön, für unsere Unterstützung der Familie, ein Schafbock und einen Hahn geschenkt. Während sich der Hahn schnell mit Petra anfreundete und nun morgendlich vor ihrem Fenster auf sie wartete, zog der Schafbock blöckend und traurig seine Runden. Dank einer Spende konnten wir ihm bei seiner Familienplanung behilflich zu sein. So kauften wir ihm eine “Frau” mit einem Lamm. Nun ist er glücklich und dreht mit seiner kleinen Familie, auf dem Waisenhausgelaende, seine Runden. Viele Grüße aus dem Waisenhaus aus Kendu Bay Die KIFAFA- Crew

3. Reisebericht - Kendu Bay - 11.01.2018

Wir haben Glück.

Im vergangenen Jahr wurde die Bahnlinie, Nairobi nach Mombasas eroeffnet. Aufgrund der veränderten nachfrage, organisierten sich die Buslinien neu. Es entstand eine neue direkte Verbindung von Nairobi nach Kendu Bay. Sonntag 7. Januar. Ein kurzes Frühstück im Hotel, dann ging es mit dem Bus von Nairobi durch das Rift Valley ueber Narok, Bomet, Kissii, Rongo, Homa Bay nach Kendu Bay. Erwartet wurden wir bereits von David unserem Gaertner. Die Koffer (12 Staeck) noch schnell in einem Großen Taxi verstaut, dann ging es mit dem Piki Piki (Motorradtaxi) die letzten Kilometer über die schlechteste Straße in Kenia.Im Waisenhaus wurden wir herzlich empfangen. Müde gingen wir früh ins Bett; morgen würden uns bereits die ersten Patenkinder besuchen.
Es ist schön wieder hier zu sein.

Das Waisenhaus präsentiert sich in einem guten Zustand. Renovierungen wurden im vergangenen Jahr durchgeführt und nicht nur die Bäume sind gegen den Himmel gewachsen, sondern auch viele Mädchen.31 Mädchen leben aktuell im Waisenhaus. Das Jüngste ist gerade mal 4 Jahre  und wurde im Dezember aufgenommen. Sieben von Ihnen besuchen bereits die High-School. Einige von ihnen befanden sich bereits im Internat, andere würden die nächsten Tage folgen.Kaum begannen wir damit, mit den Patenkindern von Außerhalb des Waisenhauses die anstehenden schulischen Angelegenheiten zu regeln, kam Anderson und teilte mit, dass wir kurzfristig einen Termin beim Gouverneur (Ministerpräsidenten) von Homa Bay Council erhalten hätten, um die “verschlafene” Registrierung das Waisenhauses durch die Behörden zu regeln. Doch wie erhält man eine Termin beim Gouverneur, worauf andere manchmal Monate lang darauf warten. Es folgt ein kurzer Einblick in das kenianische Leben.

David unser Gaertner hat einen Cousin, welcher als Manager im Vorzimmer des Gouverneurs tätig ist. David versuchte diesen telefonisch zu erreichen und tatsächlich klappte dies sofort. Nachdem David seinen Cousin über die Problematik berichtet hatte, rief dieser direkt im Sekretariat des Gouverneurs an. Und prompt bekamen wir den Termin.Da der Cousin in der Nähe des Waisenhauses wohnt und auch gerade da war, gingen wir hin und 15 Minuten später befanden wir uns auf dem Weg nach Homa Bay und saßen nach weiteren 45 Minuten, gut “bewacht” durch die Leibwächter, im Vorzimmer des Gouverneurs.

Es war ein gutes Treffen.

Deutlich wurde, wie sehr die “Landesregierung” daran interessiert und dankbar ist, dass wir das Waisenhaus in Kendu Bay errichtet haben. Sie wussten davon nichts. Anderson gab dem Gouverneur und seiner Ministerin noch eine Lehrstunde über Epilepsie und deren Auswirkungen auf die soziale Integration der Betroffenen, um dann noch alleine mit der Ministerin für Touristik uns zu unterhalten. Wir luden den Gouverneur zu einem Besuch ins Waisenhaus ein. Er sagte zu.

Doch jüngst wird uns die Ministerin besuchen kommen, noch in dieser Woche. Anderson besorgte noch schnell pfiffig die Telefonnummer des Sekretärs, so dass wir nun eine direkte Verbindung ins Sekretariat des Gouverneurs haben. Die Registrierung wird nun direkt auf “hoher Ebene” erfolgen. Am nächsten Tag dann konnten wir mit unseren Patenkindern fortfahren. Viele von ihnen besuchen die High-School (Gymnasium), das College oder auch die Universität. Andere wiederum haben eine Ausbildung begonnen. In der Chance auf eine gute Bildung liegt mit dem Schlüssel, um aus der Armut heraus zu kommen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Und die Armut ist überall hier an zu treffen, zuerst versteckt, doch bald dann, schnell erkennbar.Viele Patenkinder kommen hungrig zu uns, sehen müde, abgezehrt aus und berichten über Magenschmerzen. Auf dem Weg zu einem Hausbesuch liegt ein Junge geschwächt durch Hunger, um nach Hause zu gehen. Wir begleiten ihn. Und immer wieder würden Kinder von der High-School nach Hause geschickt, da sie nicht die Schulgebühren bezahlen können. Gestern kam eine Großmutter mit ihren 2 Enkelkindern. Maxwell 11 Jahre begleiten wie bereits seit Jahren als Patenkind. Princes Angel Adhiambo, Ihre Enkelin hingegen hat nun niemanden mehr, der für sie Sorge trägt. Ihr Onkel, der dies bisher tat, wurde als Unbeteiligte bei einem Raubüberfall erschossen. Die Mutter des Kindes starb bei ihrer Geburt, der Vater ist unbekannt. Princes ist aufgeweckt und schon recht selbstbewusst. Kinder müssen hier schnell erwachsen werden. Wir nehmen Princes als weiteres Patenkind in unserer Unterstützung auf.

Es ist Trockenzeit in Kenia. Doch während es in vielen Gegenden von Kenia trotzdem viel geregnet hat, ist es trocken im Waisenhaus. Seit etwa 6 Wochen hat es nicht mehr geregnet.

Uns geht es gut- viele Grüße von der Kifafa-Crew

2. Reisebericht - Endlich in Kenia! - 04.01.2018

Es war mal wieder soweit. Am 4. Januar reisten wir von Frankfurt via Abu Dhabi nach Nairobi. Wir, das sind Susanna, Ingrid, Dorothea, Petra und ich. Joline flog uns am 6. Januar hinterher.

Es ist immer schön, wenn dann alle da sind. Der Flug war ruhig und am Homo Kenyatta Flughafen von Nairobi empfing uns bereits Andersson. Anderson ist der 1. Vorsitzende von unserer NGO in Kenia. Er hatte alles gut organisiert und ohne Probleme erreichten wir unser “Stammhotel” Sagret. Nach den  zweimaligen Wahlen in Kenia und der mehr als zweifelhaften Legitimation der Ausrufung von Uhuru Kenyatta zum Staatspräsidenten, schwingt eine leicht angespannte Zukunftserwartung über dem Land. Die Menschen gehen ihren Geschäften nach und doch hat die lange Zeit der Wahlen ihre Spuren hinterlassen. Die Unsicherheit hat viele Menschen dazu veranlasst Nairobi  zu verlassen. Die Studenten konnten nicht regelmäßig auf die Universitäten gehen und gerade die Leute mit den “kleinen” Straßengeschäften, litten darunter. Bei lokalen Ausschreitungen in den Slums wurden Marktstände nieder gebrannt und dadurch Einnahmen fürs tägliche Überleben vernichtet.
Nun möchte sich in den kommenden Wochen Raila Odinga, der Konkurrent des Staatspräsidenten gleichfalls zum Präsidenten ausrufen lassen. Bewegende Zeiten. Dies bekommen wir dann auch direkt bei den Besuchen unsrer Patenkinder in Nairobi zu spüren. Wir ziehen uns mit unserem Engagement aus Nairobi zurück. So waren es “nur” noch 12 Patenkinder, die uns im Hotel besuchen kamen.

Es war schön alle wieder zu sehen. Eine Familie konnten wir nach jahrelanger Begleitung aus unserer Hilfe entlassen. Sie kann nun alleine für ihren Unterhalt sorgen. Der Vater verdient Geld als Motorradtaxifahrer, die behinderte Tochter stellt Perlenschmuck her, während ihrer Zwillingsschwester, nach dem Abschluss der High-School ein Friseur – und Beauty-Geschäft eröffnen wird.
Zu Besuch kam auch die Großmutter mit ihrem 15 jährigen taubstummen Enkel. Da sich die Kommunikation sowie das klären der aktuellen Preise für die Ausstattung fürs Internat schwierig gestaltete, beteiligte sich zuerst das Hotelmanagement und dann auch etliche Gäste an der Preisfindung mit einem zufrieden stellendem Ergebnis. Unserer Reisegruppe ist  eine fröhliche und entspannte Crew.

Zusammen mit Petra besuchten sie die Innenstadt sowie den Massai Markt, um all die schönen, handgefertigten Dinge zu bestaunen und natürlich auch zu kaufen. Dann am 6. Januar unser traditionelles Treffen im Hotel mit unseren Partnerorganisationen vor Ort, die NGO, KAWE, und Hope Theater. In gelöster Atmosphäre wurde über das vergangene Jahr berichtet. Wünsch für das kommende Jahr geäußert und 2018 geplant. Gerade für unsere Besucherinnen ein eindrucksvolles Erlebnis der Zusammenarbeit. Als schwierige Herausforderung wurde dabei genannt, die weitere Registrierung des  Waisenhauses. Unklarheiten in den kenianischen Behörden verzögerten diese.
Am Samstagabend ein letztes “Tusker” (kenianisches Bier) auf der Hotelterrasse, die Fahrt an den Flughafen, um Joline ab Zu holen, dann ging es ins Bett. Um 6 Uhr hieß es dann aufstehen, mit dem Taxi zur Busstation, um uns auf unsere neunstündige Reise nach Kendo Bay zu begeben.
Begleitet wurden wir von Anderson, der wie immer alles wunderbar organisiert hatte.

1. Reisebericht vor dem Abflug - 01. Januar 2018

Wieder ist ein Jahr vorbei seit wir zu Besuch im Waisenhaus in Kenia waren und alle unsere Patenkinder gesehen haben. Gerade das Jahr 2017 war für Kenia und die dortigen Menschen ein angespanntes, nicht ungefährliches und doch auch wichtiges Jahr.

Im August 2017 fanden die Präsidentschaftswahlen statt. Während die Europäische Union die Wahlen als fair und rechtens erklärten, annullierte das Oberste Gericht in Kenia die Wahlen wegen Unregelmäßigkeiten und Betrug. Im Oktober fanden dann die Wiederholungswahlen statt. Allerdings rief der Oppositionspolitiker Odinga zum Wahlboykott auf, da nach wie vor keine fairen und gerechten Bedingungen vorlagen.

Uhuru Kenyatta gewann die Wahlen und rief sich zum neuen, alten Präsidenten aus. Das Land ists dadurch tief gespalten.
Auf diesem Hintergrund reisen wir in diesem Jahr am 3. Januar nach Kenia. Politisch wissen wir nicht so genau, was uns da nun erwarten wird. Doch die Rückmeldungen von unseren Partnern und Freunden in Kenia sind beruhigend.
Petra, Ingrid, Susanna, Dorothea, Joline und ich werden für vier Wochen (Joline auch etwas länger) zu Gast sein im Waisenhaus in Kendu Bay. Wir freuen uns sehr darauf.

Die Koffer sind alle gepackt und das kleine Reiseabenteuer wird mit der Fahrt der DB beginnen und  mit der Ethiopia Airlines am 4. Januar um 13.05 in Nairobi enden. Wir werden wie in jedem Jahr mitten im Sommer landen.
Wir freuen uns, wenn Sie uns auf unserer vierwöchigen Reise begleiten. Regelmäßig werden wir versuchen unsere Erfahrungen und Erlebnisse in unserern Reiseberichten Ihnen nahe zu bringen.

Ihnen allen möchten wir für die Unterstützung im vergangenen Jahr ganz herzlich danken – Asante sana. Denn ohne dies könnten wir uns nicht auf diese Reise begeben, um den dortigen Kindern die Möglichkeit auf eine Schulbildung zu ermöglichen.

Ihnen allen wünschen wir einen guten Start ins Neue Jahr, Gesundheit und Zufriedenheit.


Wir besuchen Schulen
Kifafa unetrstützt Schulen in Kenia
Eines unserer Patenkinder
Patenschaften in Kenia
Der Viktoriasee
Kifafa liegt am Viktoriasee in Kenia